JLD Dijkstabilisator & FacilityApps ermöglichen intelligente Deiche

Vor zehn Jahren hatte Jos Karsten von JLD International und JLD Contracting eine futuristische Idee: Anker im Deich zur Verstärkung. Deiche schützen die Niederlande seit Jahrhunderten.

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JLD Dijkstabilisator & FacilityApps ermöglichen intelligente Deiche

Vor zehn Jahren hatte Jos Karsten von JLD International und JLD Contracting eine futuristische Idee: Anker im Deich zur Verstärkung. Deiche schützen die Niederlande seit Jahrhunderten, aber Innovationen sind nötig, um das langfristig zu erhalten. Denn der Meeresspiegel steigt. Nach jahrelanger Vorbereitung und Tests gingen im Oktober 2018 die ersten Anker und Sensoren in den Boden. Sie sollen 10 Jahre lang für mehr Deichsicherheit sorgen. Außerdem wird die Datenmenge viel über künftigen Deichbau und Deichverstärkung lehren.

"Wir verstärken den Deich mit Ankern, aber es ist ein Gesamtkonzept", sagt Jos Karsten, Erfinder des JLD Dijkstabilisator. "Außerdem geben uns die Sensoren zusätzliche Informationen. Diese Daten gelangen in die bereits bestehende IoT-App-Plattform von FacilityApps, die speziell für Unternehmen entwickelt wurde, die Menschen vor Ort (draußen und drinnen) arbeiten lassen. Wasserverbände erhalten Einblick, wie es um den Deich steht." Die Anker sind eine Art Haken, die sich im Boden verankern. Sie werden tief in den Deich getrieben und dann mit einer langen Zugstange angezogen. Je mehr Anker, desto stabiler der Deich. Und je mehr Daten über die Sensoren verfügbar werden, zum Beispiel für Predictive Maintenance.

Von Echtzeitdaten zu Informationen über Facility Apps

Um diese Daten auslesen zu können, ist intelligente Software nötig. Karsten kannte Dirk Tuip von FacilityApps aus einer früheren Zusammenarbeit. Er erwies sich als genau der Richtige für Karstens Bedarf. "Wir bieten eine App-Plattform für Unternehmen, die Außendienstpersonal vor Ort einsetzen", sagt Tuip. "Diese Plattform bündelt enorme Datenmengen und macht sie übersichtlich. Seit einigen Jahren experimentieren wir auch mit intelligenten Sensorlösungen. Die Grundlage für das, was Jos für seine Pläne brauchte, hatten wir bereits im Haus. Das haben wir für dieses Projekt mit spezifischen Modulen weiter ausgebaut."

Über Apps erhalten Menschen vor Ort wie Deichverwalter oder Deicharbeiter Echtzeitinformationen darüber, was im Deich passiert. Das System misst jetzt den Wasserdruck und den Deichdruck. "Ist der Druck auf den Sensor zu hoch oder zu niedrig, meldet die Plattform das. Der Wasserverband sieht dann, dass etwas getan werden muss. Wie hoch oder niedrig der Druck sein darf, kann der Wasserverband selbst festlegen. So kann er über die Plattform die Kontrolle über den Deich behalten."

NBiot über Vodafone Ziggo

Damit die Daten vom Sensor in die FacilityApps-Plattform fließen können, ist eine gute Netzwerkverbindung nötig. Da der Anker unter der Erde liegt, ist das nicht einfach. "Aus unseren Tests ging hervor, dass normale Netze nicht stark genug waren", sagt Karsten. "3G, 4G und 5G reichten nicht aus. Was funktioniert hat, ist Narrowband-IoT, ein Netzwerk speziell für Anwendungen im Bereich Internet of Things (IoT). VodafoneZiggo ist einer von zwei Anbietern dieser Technologie. Nach einigen Gesprächen entschieden wir uns zur Zusammenarbeit."

Karsten ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. "VodafoneZiggo hat enorm viel Fachwissen und ist sehr flexibel. Letzte Woche riefen wir sie freitagnachmittag von einem Teststandort aus an, weil die Mast-Sender dort noch nicht aktiv waren. Montagmorgen war das sofort erledigt. Das ist für so eine große Organisation nicht wenig. Diese Dreieckskooperation bringt uns alle auf ungeahnte Höhen. Jeder gibt Vollgas."

Weitere Sensoren und Sensordaten

Wasserdruck und Druck sind zwei wichtige Parameter, um einen Deich einschätzen zu können. Aber es gibt noch mehr. Tuip: "Je mehr Daten man hat, desto bessere Schlussfolgerungen kann man ziehen. Deshalb wollen wir versuchen, noch mehr Daten in die Plattform zu bekommen. Das geht zum Beispiel durch Temperatursensoren oder Schwingungsmesser im Anker. So wird ein Deich noch intelligenter. Vorerst konzentrieren wir uns aber auf dieses erste Projekt. Das ist bereits herausfordernd genug."

IoT-Projekte über Narrow Band IoT

Ein Kilometer Deich am Ringdijk in Amsterdam dient als erste offizielle Teststelle des Systems. Am 8. Oktober wurden die ersten Anker im Deich platziert. "Aktuell gehen fünfzehn Anker pro Tag in den Boden", sagt Karsten. "Das geht weiter, bis es siebenhundert sind. Jetzt sind es viele, weil wir in dieser Phase möglichst viele Informationen sammeln wollen. Ich erwarte, dass diese Zahl in folgenden Projekten niedriger sein kann."

Vodafone IoT Case / Best Practice

"Wir sind das erste IoT-Projekt in den Niederlanden, das über VodafoneZiggo live geht", ergänzt Tuip. "Darauf sind wir extrem stolz. Es laufen viele Experimente im IoT-Bereich, aber wir sind die Ersten mit einer Marktlösung, die tatsächlich eingesetzt werden kann und live ist. Die letzten Monate waren wir fast nur damit beschäftigt, uns auf diesen Moment vorzubereiten. Es war eine ziemlich große Herausforderung, alles Mögliche neu zusammenzubringen. Zusammenspiel zwischen Jos' Produkt aus aller Welt, dem